Was sich gerade in der Suche verändert.
Jahrzehntelang funktionierte Suche nach demselben Muster: Frage eingeben, Liste bekommen, klicken. Dieses Muster bricht gerade auf. Ein wachsender Teil der Anfragen landet bei Systemen wie ChatGPT, Perplexity oder Google mit seinen KI-Übersichten. Statt zehn blauen Links kommt ein formulierter Absatz, manchmal mit Quellenangaben, manchmal ohne.
Für Unternehmen hat das zwei Folgen. Erstens: Es reicht nicht mehr, auf Platz eins zu stehen, wenn die Antwort darüber steht und der Nutzer gar nicht klickt. Zweitens: Es entsteht eine neue Chance, weil in solchen Antworten oft Anbieter genannt werden, die in der klassischen Liste weiter unten stünden.
Generative Engine Optimization, kurz GEO, beschreibt die Arbeit daran, in diesen Antworten vorzukommen. Der Begriff ist neu, die Substanz dahinter zum Teil nicht: Vieles, was hilft, ist gute Suchmaschinenoptimierung mit anderer Betonung. Ein paar Dinge kommen allerdings dazu.
Wie diese Systeme an Inhalte kommen
Vereinfacht gesagt auf zwei Wegen. Der erste ist das Training: Modelle haben große Mengen öffentlich zugänglicher Texte verarbeitet, allerdings mit einem Stichtag. Der zweite Weg ist der wichtigere. Die meisten Systeme durchsuchen für aktuelle Fragen live das Netz, lesen die gefundenen Seiten und formulieren daraus eine Antwort. Genau dieser zweite Weg lässt sich beeinflussen.
Daraus folgt eine unspektakuläre Erkenntnis: Wer bei klassischen Suchmaschinen gut auffindbar ist, hat auch hier die besseren Karten, weil die Systeme in der Regel auf ähnliche Quellen zugreifen. Eine Seite, die technisch nicht erfasst werden kann, taucht in keiner Antwort auf.