Wann WordPress die richtige Wahl ist.
WordPress betreibt einen erheblichen Teil aller Websites weltweit, und das hat Gründe. Es ist offen, weit verbreitet, günstig im Betrieb, und fast jeder Dienstleister kann damit umgehen. Für Unternehmen bedeutet das vor allem eines: Sie sind nicht an einen einzelnen Anbieter gebunden.
Sinnvoll ist WordPress, wenn Sie Inhalte regelmäßig selbst ändern wollen, wenn die Seite wachsen soll oder wenn mehrere Personen daran arbeiten. Nicht sinnvoll ist es, wenn eine kleine Seite einmal gebaut und danach fast nie angefasst wird. Dann steht dem Nutzen ein dauerhafter Wartungsaufwand gegenüber, den man sich sparen kann.
Wir sagen das offen, weil ein System kein Selbstzweck ist. In etwa jedem dritten Gespräch stellt sich heraus, dass eine schlanke Lösung ohne Redaktionssystem die bessere Wahl wäre. Diese Empfehlung geben wir dann auch, obwohl sie uns weniger Betreuungsumsatz bringt.
WordPress und Sichtbarkeit
Ein hartnäckiges Missverständnis lautet, WordPress sei automatisch gut für Suchmaschinen. Das stimmt so nicht. Das System liefert eine brauchbare Grundlage, mehr aber nicht. Ob eine Seite gefunden wird, entscheidet sich an Struktur, Inhalten, Ladezeit und interner Verlinkung, und all das ist unabhängig vom System.
Was WordPress mitbringt, sind saubere Adressen, eine automatische Sitemap und Erweiterungen für Titel und Beschreibungen. Was es nicht mitbringt, ist die Entscheidung, welche Themen eine eigene Seite verdienen und wie diese Seiten zusammenhängen. Genau diese Arbeit übernehmen wir zusammen mit Ihnen, siehe Suchmaschinenoptimierung.
Welche Erweiterungen wirklich nötig sind
Eine typische Unternehmenswebsite kommt mit einer Handvoll Erweiterungen aus. Gebraucht wird meistens etwas für Formulare, etwas für Sicherungen, etwas für Titel und Beschreibungen sowie ein Werkzeug für Sicherheit. Das war es in vielen Fällen schon. Alles Weitere kommt nur dazu, wenn eine konkrete Anforderung dahintersteht.
Vor jeder Installation stellen wir zwei Fragen: Wird die Erweiterung regelmäßig gepflegt, und lässt sich die Aufgabe auch ohne sie lösen. Wenn eine Erweiterung seit zwei Jahren kein Update bekommen hat, kommt sie nicht auf die Seite, egal wie praktisch die Funktion wäre. Das ist keine Prinzipienreiterei, sondern der häufigste Grund für Sicherheitsprobleme.
Das Problem mit dem Plugin-Stapel
Die meisten problematischen WordPress-Installationen, die wir übernehmen, haben denselben Verlauf hinter sich. Über Jahre kam für jede kleine Anforderung ein weiteres Plugin dazu. Am Ende laufen dreißig Erweiterungen parallel, jede lädt eigene Skripte, mehrere machen dasselbe, und niemand traut sich mehr, etwas zu deaktivieren.
Die Folgen kennt man: lange Ladezeiten, Updates, die etwas kaputt machen, und Sicherheitslücken durch Erweiterungen, die seit Jahren nicht mehr gepflegt werden. Wir gehen deshalb anders vor und halten die Zahl der Plugins bewusst klein. Was sich mit wenigen Zeilen Code sauber lösen lässt, lösen wir mit Code.