Ortsseiten: sinnvoll oder Spam?
Eine häufige Frage lautet, ob es sich lohnt, für jeden Nachbarort eine eigene Seite anzulegen. Die Antwort hängt davon ab, was auf dieser Seite steht. Eine Seite, die dieselben Sätze wie die Hauptseite enthält und in der nur der Ortsname ausgetauscht wurde, ist erkennbar automatisiert und bringt nichts. Google nennt so etwas eine Brückenseite und bewertet es entsprechend.
Sinnvoll wird es, wenn eine Ortsseite tatsächlich eigenen Inhalt hat: konkrete Projekte in diesem Ort, Besonderheiten des Einzugsgebiets, Anfahrt, örtliche Gegebenheiten. Für die meisten kleinen Unternehmen bedeutet das: eine gut gemachte Seite für den Hauptort schlägt zehn dünne Seiten für die Umgebung. Wie wir das bei uns selbst gelöst haben, sehen Sie auf der Seite Webagentur Alfter.
Für wen sich der Aufwand besonders lohnt
Am stärksten wirkt lokale Sichtbarkeit dort, wo Menschen unter Zeitdruck suchen und schnell eine Entscheidung treffen. Das gilt für Handwerksbetriebe, Praxen, Kanzleien, Autohäuser, Gastronomie und alle Dienstleister mit festem Einzugsgebiet. Wer bei "Heizung reparieren Alfter" nicht in der Karte auftaucht, wird bei dieser Anfrage schlicht nicht in Betracht gezogen.
Weniger dringlich ist das Thema für Unternehmen, deren Kunden bundesweit sitzen und die über Empfehlung oder Fachthemen gefunden werden. Für die ist klassische Suchmaschinenoptimierung der wichtigere Hebel. Auch da schadet ein gepflegtes Profil allerdings nicht, weil es Vertrauen schafft und in vielen Fällen die erste Berührung mit Ihrem Unternehmen ist.
Wenn kein Ladenlokal existiert
Nicht jedes Unternehmen hat eine Adresse, die Kunden besuchen. Handwerker, Berater und Dienstleister arbeiten oft beim Kunden vor Ort. Für solche Fälle gibt es im Unternehmensprofil die Möglichkeit, ein Einzugsgebiet zu hinterlegen statt einer besuchbaren Adresse. Das ist ausdrücklich vorgesehen und der ehrliche Weg.
Was dagegen Probleme macht: eine Adresse angeben, an der niemand arbeitet, etwa ein angemietetes Postfach oder eine Wohnung eines Bekannten im Wunschort. Google geht solchen Fällen nach, und im schlechtesten Fall verschwindet das Profil komplett. Der kurzfristige Vorteil steht in keinem Verhältnis zum Risiko.